Im aktuellen Micky Maus Heft Nr. 26/2013 (ab Freitag den 21. im Handel), wird es eine Donald Duck Story geben, an der ich als Texter + Tuschezeichner mitgearbeitet habe.
Titel der Geschichte ‘Anglers Pein’. Ursprünglich entstanden für das holländische Donald Duck Magazin.
Meine persönliche Vorgabe für die Story war – Pechvogel Donald soll endlich auch mal wieder so richtig Glück haben.
Sozusagen der Fischzug seines Lebens.
Aber seinem Angler-Glück traut natürlich keiner.
Am wenigsten seine geliebte Daisy.
Weil zu Beginn stellt sich Donald auch etwas unglücklich an …
Neulich bei Aufräumungsarbeiten entdeckt – einer meiner One-Pager von anno 1995. Alles noch per Hand mit echten Farben auf Zeichenkarton kolorieriert. Erschienen in der Münchner Ausgabe der Stadtzeitungsgruppe PRINZ.
Die PRINZ erscheint heute nur noch im Internetz, gezeichnet und koloriert wir meist nur noch per Compi – aber die Katzenkrimis erfreuen sich nach wie vor grosser Beliebtheit.
Allerdings habe ich Katzenkrimis nie wirklich ernst genommen. Ich mein, wie klingt das denn wenn ein Schuss durch die Nacht schnurrt?! Ein Schuss muss durch die Nacht bellen!
Eröffnung: Montag, 17. Juni 2013 um 19.00 Uhr
Im Hauptgebäude der Karl-Franzens-Universität Graz
Hörsaal 01.15, 1. Stock,
Universitätsplatz 3, 8010 Graz
UniGraz@Museum, Hauptgebäude,
Universitätsplatz 3/KG, 8010 Graz
Öffnungszeiten:
18. Juni 2013 bis 5. Oktober 2013
Montag 10.00-15.00 Uhr,
Mittwoch und Freitag 10:00 -13:00 Uhr
Holocaust im Comic – das klingt fast nach Unvereinbarkeit. Darf ein so dunkles Kapitel der Geschichte im Comic gezeigt werden – oder ergibt sich allein durch das gewählte Medium die Gefahr der verharmlosenden Darstellung?
Immer öfter sind Sach- und Geschichtscomics Gegenstand akademischer Diskussionen, besonders dann, wenn sie sich dem Themenkomplex um das Dritte Reich, den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust widmen. Einen aktuellen Beitrag zu dieser Diskussion liefert die vom Kommunikationswissenschaftler und Comicforscher Ralf Palandt zusammengestellte Wanderausstellung „Holocaust im Comic“, die nach Berlin, Leipzig, München und anderen deutschen Städten nun auch in Graz zu sehen ist.
Präsentiert werden ausgewählte Beispiele aus verschiedenen Holocaust-Comics.
In Österreich wurde die Ausstellung um die das Warschauer Ghetto skizzierende Graphik-Novelle “Der Himmel zwischen den Mauern” der preisgekrönten steirischen Comiczeichnerin und Ilustratorin Hannelore Greinecker-Morocutti erweitert.
Eine Antwort darauf, ob Holocaust-Darstellungen im Comic Verharmlosung, Stilbruch oder Ausdruck künstlerischer Freiheit sind, mögen die AusstellungsbesucherInnen nach kritischer Lektüre der Exponate selbst finden.
Für die Wanderausstellung „Holocaust im Comic“ gestaltete Gabriel Nemeth das Motiv für die Einladung sowie für das Plakat und die Flyer. Als Vorlage diente eine französischen Briefmarke, die auf einem Doku-Foto aus dem KZ Mauthausen basiert.
Hier ein paar meiner Eindrücke. Über das ganze Stadtgebiet waren über 20 Veranstaltungsorte verteilt, und es war mir schlicht unmöglich alles zu besuchen. Da muss man zwangsläufig Pirouetten setzen (oder wie das Fremdwort heisst).
Als erstes gleich mal lobende Worte an die gute Seele des Festivals – Veronika Kompa. Ganz unter uns – ohne Veronika wären die Veranstalter des Festivals Michael Kompa und Heiner Lünstedt nur flatternde Nervenfähnlein im Wind. Ich hoffe ihr Burschen wisst, was für ein Schmuckstück ihr da an eurer Seite habt.
Veronikas Eltern haben einen landwirtschaftlichen Betrieb und ihre starken Nerven kommen vielleicht daher. Der Unterschied zwischen einem Haufen Comic-Zeichner und einer Herde Rindviecher liegt vielleicht nur in der Verdauung? Mann weiss so wenig! Und beim Comicfestival 2015 will ich endlich mal Veronika in der Tagesschau sehen, damit das klar ist.
Am Mittwoch war noch Aufbauphase. Da geht es erfahrungsgemäss robust zur Sache. Man besucht seine grafischen Erzeugnisse in stillen Ecken. Das erdet die Psyche ungemein und Größenwahn landet auf dem Boden der Tatsachen.
Das Münchner Comicfestival 2013 hatte mit drei mächtigen Gegnern zu kämpfen – Baustellen, Regenwetter und der Feuerpolizei.
Ein völliger Wahnsinn was die feuerpolizeilichen Bestimmungen mittlerweile alles lahmlegen. Zwei Beispiele – eine komplette Ausstellung des Zeichners BARU musste kurzfristig an eine andere Örtlichkeit verlegt werden und die Signier-Aktion des Bandes ‘A Tribute to Robert Crumb’ konnte überhaupt nicht stattfinden. Wer selber schon mal Ausstellungen organisiert hat, weiß was das bedeutet.
Am Eingang zur Ausstellung Underground-Comix im Valentin Karlstadt Musäum – hier steckt die Liebe im Detail. Den Holzaufsteller mit Fritz dem Kater hat Gunter Hansen gefertigt.
Gunter Hansen ist übrigens nicht irgend ein namenloser Mitarbeiter einer Messebau-Firma, sondern u. a. Autor + Zeichner der witzigen Werbe-Comic-Serie ‘Pschorrli’ der Pschorr-Brauerei. Lieber Gunter, danke für den netten Fritz.
Hier einige Exponate aus der Ausstellung. Dass ein paar meiner Werke neben weltberühmten Kollegen hingen hat mich zwar sehr gefreut, aber mein Stellenwert in der weltweiten Comic-Szenerie ist eher ein geringer. Dem bin ich mir bewußt!
Danke Jungs, dass ihr mich trotzdem aufgehängt habt.
Zu den vielen Veranstaltungen – da greife ich nur drei heraus, die mir besonders gut gefallen haben.
Eine Talk-Show mit Aline Kominsky-Crumb und ihrem Mann Robert im jüdischen Museum. Beide berichteten freimütig aus ihrem Beziehungs- und Eheleben und ihren gemeinsamen Comic-Arbeiten. Da ging es rund und die Zuhörer waren begeistert. Ganz links als Talk-Masterin Lora Fountain, die Ehefrau von Gilbert Shelton.
Ihre ‘Duckworks’ päsentierten Daan Jippes und Ulrich Schröder in der Mohr-Villa. Daan Jippes hat auch an vielen Disney-Filmen (u. a. ALADIN) mitgearbeitet und schilderte ausdrucksstark sein Leid mit Disney-Chefs die einem die mühevoll erdachten Storyboards von der Präsentationswand reissen und in den Abfall schmeissen.
Hier erklärt Daan anschaulich wie er Mimik in Donald Duck bringt. Viele (auch ich) halten Daan Jippes für einen besseren Zeichner als Carl Barks. Was man Carl Barks aber zugute halten muss ist, dass er nicht nur zeichnen sondern auch wohlfeil texten musste. Und das in einer unglaublichen Geschwindigkeit.
Entwurf und Reinzeichnung zum Plakatmotiv der Ausstellung.
Und zum Schluss der Vortrag von Ralf Palandt im Eine Welt Haus München ‘Comics für eine bessere Welt’. Er berichtete dort über Comic-Aktionen von diversen Organisationen wie z. B. Miserior, Oxfam oder TransFair die mit dem Medium Aufklärungsarbeit betreiben.
Ralf Palandt arbeitet schon seit langen Jahren in diesem Bereich und die Süddeutsche Zeitung würdigte sein Engagement zum Comicfestival mit einem halbseitigen Bericht.
Das war’s. Es gäbe natürlich sehr viel mehr zu berichten, aber das würde erstens den Blog hier sprengen und ist zweitens auch an anderen Stellen im Internetz nachzulesen.
Bleibt nur noch zu schreiben – ich freue mich auf’s Comicfestival 2015!
Die beiden Urgesteine der Underground-Comix Robert Crumb (‘Fritz the Cat, Mr. Natural’) und Gilbert Shelton (‘Freak-Brothers, Wonderwarthog’) sind am vergangenen Sonntag zusammen mit ihren besseren Hälften in München angekommen um das Comicfestival zu besuchen.
Das Wetter ist zwar derzeit lausig (der kälteste Mai seit 40 Jahren), aber Robert, Aline + Lora rücken zwecks Wärmung einfach näher zusammen. Gilbert mit den roten Bäckchen vertraut dagegen eher auf die innere Heizung durch gutes Münchner Bier.
2013 ist das Jahr der Comic-Figuren-Geburtstage. 75 Jahre SUPERMAN, aber auch 60 Jahre SIGURD – der ritterliche Held.
1953 ist der blonde Recke mit der markanten Schmalzlocke das erste Mal in Streifenheftchen-Form erschienen und zog den Kindern vom Fleck weg die hart erarbeiteten Pfennig- oder Groschenstücke aus der geflickten Nachkriegshose. Der Verleger Lehning und der Zeichner Hansrudi Wäscher wurden damals durch SIGURD schwer reich.
Und wie stand es um die erzieherische Wirkung durch den ritterlichen Helden?
Na ja, die Zeiten waren hart und als Knabe mit knapper Kasse musste man immer zusehen wo man blieb. So manches Heft wurde dann eben mal -ähäm- irgendwie erworben …
Im Buchhandel sind die beiden neuen Glöbeli-Bücher schon erhältlich, bei mir kamen sie erst gestern an. Bin ja auch nur der Autor + Illustrator. Aber ich will mich nicht beschweren, die Bücher sollen ja zu den Lesern.
Ich freue mich natürlich wie Bolle, weil das Druckergebnis gut geworden ist und die lange Arbeit sich gelohnt hat.
Bei den Geschichten habe ich wie immer versucht so nahe wie möglich an der Realität zu erzählen und unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten spielerisch zu erklären.
Genau das, was eigentlich alle Kinder interessiert die die Welt gerade kennen lernen.
Bei mir leben die Hummeln also nicht einfach in der Luft, sondern in ihren Erdhöhlen. Und über der Wiese schwirren nicht einfach irgendwelche Phantasievögel herum, sondern Feldlerchen.
Am Meer haben die Krabben acht Beine und können kneifen wenn man sie unvorsichtig anfasst. Und vor glitschigen Wasserpflanzen sollte man sich auch in acht nehmen.
Zwei Wochen vor dem Start des Comicfestivals München 2013 (29. Mai bis 2. Juni) eröffnet die Ausstellung “A Tribute to Robert Crumb: 80 Künstler ehren den Meister der Comix” am Donnerstag, den 16. 5. 2013 (ab 20 Uhr) im Amerika Haus am Karolinenplatz ihre Pforten.
Weiter geht’s dann am Freitag, den 23. Mai ’13 (ab 18 Uhr) mit der Eröffnung der Ausstellung ‘Underground-Comix’ im Valentin-Karlstadt-Musäum im Münchner Isartor.
Zu sehen sind dort Original-Zeichnungen u. a. von Robert Crumb, Gilbert Shelton, Denis Kitchen, Art Spiegelman, Bill Griffith, S. Clay Wilson, Spain Rodriguez, Richard Corben, Tomas M. Bunk, Gerhard Seyfried, Volker Reiche und Gabriel Nemeth.
Alles neu, macht der Mai – heisst es.
Betrifft meistens den Hausputz.
Da finden sich oft Ecken, die man schon länger nicht “besucht” hat.
So auch bei Zepi + Schlonzki …
Eine meiner Lieblings-TV-Serien als Kind war ‘INDIAN RIVER’. Die Geschichten handelten von Junior Forest Rangers, die in der kanadischen Stadt Indian River überall dort halfen, wo Not am Mann war. Abenteuer in Wald und Flur fanden wir alle damals cool.
Die jungen Ranger hatten sogar ein eigenes Fort. Ein kindlicher Traum mal selbst in so einem Teil zu hausen. Zur Serie gab es auch Bücher, also genug Nahrung für unsere kindliche Phantasie.
Krönung des Ganzen war, dass es in der Serie einen Jungen gab, dem ich damals ähnlich sah. Im Film hiess er ‘CHUB’, was wie ‘Tschap’ ausgesprochen wird. Gespielt wurde Chub von Ralph Endersby (der mit dem Ringelshirt).
In meiner Schulklasse war die Serie ebenfalls beliebt, und prompt hängte mir jemand ‘Tschap’ als Spitznamen an. Ich fand den Namen witzig und einige Jahre habe ich meine Arbeiten dann auch mit TSCHAP signiert.
Was allerdings ein Fehler war. In einer Rezension zur Polit-Comic-Reihe ‘Quercomics’ die ich damals gezeichnet hatte, warf mir ein Journalist vor ich würde durch den Spitznamen meinen echten Namen, ergo meine Autorenschaft verschleiern wollen. Was natürlich völliger Blödsinn ist. Ich stehe zu allem was ich mache und gemacht habe.
Aber seit dem signiere ich nur noch mit Gabriel Nemeth oder G.N.
Damit kein Schreiberling mehr behaupten kann, ich würde mich anonym verstecken wollen.
Mich gibt’s halt jetzt irgendwie doppelt.
Wie es eben so geht im Lehm.
Und Chub vom Indian River? Vor ein paar Jahren fand eine Wiedersehens-Feier der Kinder-Darsteller von damals statt. Da sieht man sehr schön wie verdammt schnell doch die Zeit vergeht.
Meine andere Lieblings-Serie neben ‘Indian River’ war dann noch ‘TAMMY – Das Mädchen vom Hausboot’.
Aber das wäre jetzt wieder eine völlig andere Geschichte.
Hier die deutsche Version des Titelliedes … heiliges Kanonenrohr!
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Endlich fertig! Für’s diesjährige Fest hatte ich den Nebenbei-Job einige der Layouts und Grafiken zu erstellen. Aber hinterher wird es dann ja doch immer mehr als man sich so gedacht hat. Also war’s nix mit nebenbei.
Aber dafür sind die Sachen auch ganz nett geworden. Hier eines der Plakat-Motive mit meiner Adaption von ‘Karl Valentin trifft die U-Comix-Stars aus den USA’. Frei nach dem Valentin-Motto – Die Zukunft war früher auch besser! Zumindest was Zigarren-Genuss anbelangt.
2013 ist das Jahr der Comic-Helden-Geburtstage.
Unter anderem wird ‘Sigurd, der ritterliche Held’ 60 Jahre alt, ‘Tarzan’ hat schon 100 Jahre auf dem Buckel und das Vorbild aller U-Comix-Zeichner Robert Crumb feiert seinen 70.
Grund genug für die Veranstalter des Comic-Festivals München, Michael Kompa und Heiner Lünstedt, 80 Zeichnerinnen und Zeichner aus aller Welt zu einer Hommage für Robert Crumb einzuladen und in einem Tribute-Comic-Band bei der Edition 52 zu versammeln.
Meiner einer hatte die Ähre (der Rum kommt dann vielleicht noch dazu!) das Layout des Titelbildes zu gestalten. Der Zeichner Charles Burns hat dafür extra seine Illustration mit Crumbs Konterfei koloriert.
Das Teil ist jetzt gesamt 100 Seiten schwer geworden und der kunterbunte Inhalt macht wirklich gute Laune. So ziemlich alle Facetten von Crumbs Werken wurden von den Kolleginnen + Kollegen satirisch auf’s Korn genommen.
Bin schon gespannt wie Meister Crumb darauf reagieren wird, wenn er seinen Tribute in München überreicht bekommt.
Die Original-Zeichnungen aus dem Band werden vom 17. Mai bis 5. Juli ’13 in einer Ausstellung im Amerikahaus am Karolinen-Platz direkt in der Innenstadt (fussläufig vom Karlsplatz/Stachus erreichbar) zu sehen sein. Die Öffnungszeiten sind Mo bis Fr 10-17 Uhr, Mi 10 – 20 Uhr und der Eintritt ist kostenlos!
Mein Beitrag schon mal hier zu sehen – ‘OGGIE’S LOVE-STORY’
Zum vergrösserten lesen einfach anklicken >
Und hier die aktuelle Info des Amerika Hauses München zur Ausstellung >