Es war eine wunderbare Idee des belgischen Comic-Zeichners André Franquin – das gefleckte und schlagkräftige Wundertier Marsupilami aus dem palumbianianischen Dschungel.
Das Marsu lernte ich als Kind Ende der 60er Jahre in den Fix & Foxi-Heften des Kauka-Verlages kennen.
Und mit dem Marsu lernten die meisten von uns Kindern damals auch, dass es im Dschungel bedrohte Tierarten gibt. Merci Franquin!

Aber wie es immer ist, wenn die Original-Zeichner sterben, die bucklige Verwandtschaft, sprich die Erben der Rechte, versuchen mit allerlei Unfug Geld aus der Figur zu schlagen.
So sehe ich auch die aktuelle Realverfilmung des Stoffes plus computeranimierten Marsupilami mit gemischten Gefühlen. Da wird etwas verwurstet, damit die Kasse klingelt. ‘Sur la piste du Marsipulami’ kommt im April in die französischen Kinos. Der Trailer auf youtube lässt schreckliches in Richtung Dschungel-Klamotte ahnen. Den spare ich mir hier. Pardon Franquin!

Versöhnlicher stimmt mich allerdings, dass die Film-Story auch als gezeichnetes Comic-Album erscheinen wird. Batem und Colman sind zwei prima Künstler, die noch von Franquin selbst ausgebildet wurden und die Comic-Alben zeichnerisch jetzt schon seit Jahren in exzellenter Qualität weiterführen.
Wenn es also im Comic-Album schon eine maue Film-Story sein wird, dann zumindest ein Augenschmaus mit guten Zeichnungen.
Hier die Werbung zum Band. Darauf zumindest bin ich gespannt.


