Das richtige Geschenk?

Wie findet man das richtige Geschenk? Ganz einfach – ein richtiges Geschenk ist es immer dann, wenn man es am liebsten selbst behalten würde. 😉

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Mama, Papa und unser magischer Weihnachtsbaum

Anlässlich einer Betriebsweihnachtsfeier habe ich eine Weihnachtsgeschichte gestaltet, die in dieser Form nie als Kinderbuch erscheinen würde.
Es wird einfach zu viel Realität geschildert, und das darf in einer deutschen Kinderbuch-Weihnachtsgeschichte einfach nicht sein. 😉

Es beginnt bereits mit den Hauptfiguren, einer Hasen-Familie. Hasen-Figuren sind traditionell eigentlich nur in Ostergeschichten vertreten. In Kinder-Weihnachtsgeschichten sind Bärchen, Füchslein oder Wölfchen etc. gefragt, niemals Hasen.

Aber langer Rede, kurzer Sinn – lest einfach selber. Viel Spass mit …

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Guten Tag! Ich bin der Max und das da sind meine Mama und mein Papa.

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Ich hab sie beide furchtbar lieb, aber an Weihnachten wird’s mit den Beiden sehr schwierig.
Die Mama ist ständig im Stress und der Papa findet alles einen Wahnsinn.
Deshalb hab ich mir dieses Jahr gedacht, dass wir einen magischen Weihnachtsbaum brauchen. Also einen Weihnachtsbaum der dafür sorgt, dass die Mama total ruhig bleibt und der Papa nicht wieder wahnsinnig wird.

Einfach ein Weihnachtsbaum der alle meine –äh- unsere Wünsche erfüllt.

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Standfest muss er sein der Weihnachtsbaum und was besonderes muss er haben. Hab ich mir gedacht.
»Das ist doch ein Wahnsinn«, hat der Papa sofort gesagt, »weil wo willst denn so einen magischen Baum her kriegen. So ein magischer Baum wächst schließlich nicht auf Bäumen.«

Und die Mama hat ihn gleich unterbrochen weil das ein Blödsinn wäre was er da redet.
Weil die Mama nämlich eine Freundin hat, die Luisa, und die würde mit den höheren Mächten in Verbindung stehen. Die könnte in den Karten lesen und auspendeln wo wir den magischen Weihnachtsbaum finden könnten.

Da ist der Papa wütend geworden und dieses esoterische Suppenhuhn Luisa würde ihm nicht ins Haus kommen, weil ihn die wahnsinnig machen würde und schon hatten Mama und Papa den schönsten Streit.
Ich hab dann dazwischen geplärrt, weil es ja mein magischer Baum wäre und den würde es im Gartencenter geben und nur ICH würde ihn erkennen.
Und so haben wir es dann auch gemacht.

Im Gartencenter war die Hölle los und alle schönen Tannenbäume schon ausverkauft. Der Papa hat gemeint es wäre doch ein Wahnsinn sich einen hässlichen Baum in die Wohnung zu stellen, und ich hab ihm gesagt dass der Baum magisch sein muss und von Schönheit keine Rede wäre, weil der netteste Zauberer bei Harry Potter auch total hässlich ausschaut.

Außerdem schaut der Papa in der Früh, wenn er aufsteht auch immer total hässlich aus, und dann wird doch noch was Nettes aus ihm.
Es kommt nur auf eine richtige Rasur an und der Papa hat geantwortet dass ihn das wahnsinnig machen würde, wenn er zu Weihnachten wieder Rasierwasser vom Christkindl kriegt und er hätte lieber ein Zwetschgenwasser.
Ich hab Papa aber gar nicht mehr richtig zugehört, weil, ich hatte ihn entdeckt, meinen magischen Weihnachtsbaum.

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Es war ein ganz kleiner Baum in einem Topf. Er versteckte sich fast hinter den anderen Bäumen.
Ein bisschen schief gewachsen war er, ein paar Zweige fehlten auch, aber er war etwas besonderes.
Das hab ich gleich gesehn.
Er hatte nämlich zwei Spitzen.
Nur magische Bäume haben zwei Spitzen.

Das weiß ich ganz genau, weil ich es mir selber ausgedacht hab.

Den magischen Weihnachtsbaum haben wir dann gekauft.
Und Papa auch noch eine Kettensäge.
Papa hat schon eine Kettensäge, aber eine zweite Kettensäge in Reserve ist immer gut, meinte Papa.
Grade zu Weihnachten.
Zu Hause war ein Höllenlärm, weil Mama ihren Turbomix zum Plätzchen backen eingeschaltet hatte.
Papa hat gesagt der Turbomix-Lärm wäre ein Wahnsinn, und in 30 Jahren hätten wir ein Problem weil dann alle Weiber von ihren Turbomixern stocktaub wären. Und dass er jetzt mal eine ruhige Minute braucht. Und deshalb in seine Werkstatt geht, um in aller Stille seine neue Kettensäge auszuprobieren.

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Ich bin schleunigst mit dem magischen Weihnachtsbaum in mein Zimmer verschwunden, weil ich jetzt viel vorbereiten musste.

Ich hatte nämlich verschiedene Probleme, die ich mit Hilfe des magischen Baums lösen wollte.
Normale Kinder haben ja normal nur zwei Omas und zwei Opas.
Also wenn alle noch leben, mein ich jetzt.
Der Mama ihre Eltern und dem Papa seine.
Bei mir in der Familie ist aber nichts normal.
Meine Omas und Opas haben sich ständig scheiden lassen und dann wieder geheiratet oder sich neue Freundinnen und Freunde gesucht und jetzt hab ich acht Omas und Opas.

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Normal wäre das kein Problem für mich, weil acht Weihnachtsgeschenke für mich viel besser sind als nur vier Geschenke, aber meine Omas und Opas sind untereinander ein bisschen zerstritten und ihre Christkindln reden anscheinend auch nicht miteinander.

Deshalb hab ich letztes Jahr drei gleiche Playstations geschenkt bekommen, viermal das gleiche Buch und dreimal das gleiche Bayern-T-Shirt.
So etwas durfte in diesem Jahr nicht noch mal passieren.
Der magische Weihnachtsbaum musste mir dabei helfen.

Ich hab also als erstes verschiedene Wunschzettel geschrieben.
Damit die Christkindln auch bescheid wüssten von meinen Omas und Opas.

Als das erledigt war, ging ich an mein zweites Problem.
Ich hab nämlich letztes Jahr unsere Hirten geköpft.
Also keine echten Hirten, sondern die Hirten von unserer Krippe.
Ich war so zappelig gewesen, weil mich die drei Playstations ganz wahnsinnig gemacht haben und hab dabei die Krippe umgehauen und dann aus Versehen die Hirten zertrampelt.
Als Ersatz hab ich dann den Batman und den Spider-Man aus meiner Sammlung als Hirten dekoriert und dazu gestellt. Aber das wäre keine Dauerlösung, hat Mama gemeint.

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Nur dem Papa hat’s gut gefallen, aber der hat ein gestörtes Verhältnis zu Weihnachten, meinte Mama, weil Papa drei Geschwister hatte und da wurde die Krippe regelmässig umgehauen. Jahrelang hätten sie Gartenzwerge als Hirten in der Krippe gehabt und das wäre ein Wahnsinn gewesen.

Jedenfalls wünsche ich mir vom magischen Weihnachtsbaum dass ich auf dem Weihnachtsmarkt zwei neue Hirten aus Holz finde und ich würde auch mein ganzes gespartes Taschengeld dafür ausgeben, also ungefähr die Hälfte von meinem Taschengeld, mein ich jetzt.

Aber man soll nicht nur an sich denken, sondern auch an Mama und Papa.
Das Geschenk für die Mama ist ganz einfach. Sie kriegt von mir neue Ohrenstöpsel, wegen ihrem Turbomix.
Ich hab da total schöne Ohrenstöpsel gefunden, mit Blumen dran.
Wenn Mama die in den Ohren stecken hat, sieht es aus als ob ihr Blumen aus den Ohren wachsen.
Und der Papa hat eh gesagt, dass Mama eines Tages ein Wald aus der Tasche wachsen würde, weil sie ständig im Garten herum wuselt und auf der Gartenschau Ableger klaut und dann in ihren Taschen vergisst.

Mein größtes Problem ist das Zwetschgenwasser-Geschenk für den Papa.
Das wollte ich nämlich neulich im Supermarkt kaufen und da hat es Stress gegeben.

Die Kassiererin hat gemeint ich dürfte erst mit 16 das saufen anfangen und ich hab gesagt ich will gar nicht das saufen anfangen, sondern ein Geschenk für meinen Papa.
Da haben alle an der Kasse nur blöd gelacht.
Nur einer hat traurig gesagt dass das früher alles besser gewesen wäre.
Damals hätte ein nettes Hasenkind seinem Papa auch mal ein Zwetschgenwasser kaufen dürfen oder ein Bier holen.
Und dann hat er sich fürchterlich aufgeregt, weil das heute alles eine Sauerei wäre und er würde die Flasche jetzt in meinem Namen kaufen.
Aber da bin ich lieber abgehauen, weil ich keinen Stress mehr an der Kasse haben wollte.

Na ja und die Mama kann ich auch nicht fragen ob sie mir beim einkaufen vom Zwetschgenwasser hilft, weil sie nicht mag wenn der Papa so harte Sachen trinkt.
Was ich nicht verstehe, weil das Wasser doch überhaupt nicht hart ist.

Jedenfalls wünsche ich mir vom magischen Weihnachtsbaum, dass mir die Oma Nummer 7, also die neue Freundin von meinem Opa Nummer 3 hilft, ein Zwetschgenwasser für den Papa zu kaufen.
Die Mama hat nämlich gemeint die Oma Nummer 7 wäre eine echte Schnapsdrossel, die ständig einen verzwitschert, und so jemand brauche ich!
Weil Oma 7 da anscheinend ein Profi ist und sich gut auskennt.

Na und einen Geheimwunsch habe ich auch noch. Den wünsche ich mir schon lange und vielleicht hilft mir der magische Weihnachtsbaum dabei.

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Und dann ist es gekommen, das Weihnachtsfest und es hat auch alles wunderbar geklappt mit meinem magischen Weihnachtsbaum.

Nur zuerst gab’s ein bisschen Schwierigkeiten, weil die blöde Lichterkette aus China alle Sicherungen rausgehauen hat, aber die waren schnell wieder eingeschaltet und dann durfte ich richtige Kerzen verwenden.

Die Eimer mit dem Löschsand hat die Mama auch noch festlich dekoriert, damit sie nicht so auffallen neben dem Baum. Es ist aber bis jetzt nichts abgebrannt.
Nur unsere Katze hat gemeint die Eimer mit dem Löschsand wären jetzt ihr Weihnachtsgeschenk und hat gleich hinein… – aber das wäre jetzt wieder eine ganz andere Geschichte.

Jedenfalls haben wir viel gegessen und Lieder gesungen, die Geschenke haben alle gepasst und sogar die Mama hat ein Stamperl von dem Zwetschgenwasser getrunken, weil die Gans so fett war. Und dann ein zweites Stamperl, weil man auf einem Bein ja nicht richtig stehen kann und ein drittes, weil ja alle guten Dinge drei sind. Die Oma Nummer 7 hat ihr darauf hin das ‚DU‘ angeboten.

Nur der Batman und der Spider-Man stehen immer noch in der Krippe, weil das Zwetschgenwasser so teuer war.
Aber Opa Nummer 3 hat gemeint er würde uns bis zum nächsten Jahr zwei neue Hirten schnitzen.
Und das Jesu-Kindlein ein bisschen farblich auffrischen. Weil der Heiligenschein schon arg käsig wär.

Nur eines hat wirklich überhaupt nicht geklappt – mein Geheimwunsch.

Am ersten Weihnachtsfeiertag haben Mama und Papa mir nämlich gesagt, dass ich im nächsten Jahr ein kleines Schwesterlein kriegen würde.
Total bescheuert, weil ich mir doch sooooo sehr einen kleinen Hund gewünscht hab!
Da hat die Magie von meinem Weihnachtsbaum leider völlig versagt.

🙂

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Der Adventskalender

Ursprünglich erschienen in der österreichischen Ausgabe der Kinder-Zeitschrift ‚WEITE WELT‘. Zum vergrösserten lesen einfach Bild anklicken! 🙂

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Augsburger Puppenkiste erzählt die Weihnachtsgeschichte

Für alle die nicht nach Augsburg können, kommt die Produktion jetzt ins Kino. Jeweils an den Adventssonntagen 2016 ist der Film in 300 ausgewählten deutschen Kinos zu sehen.

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Puppenkistenchef Klaus Marschall, der auch Regie führte, erzählt die Weihnachtssage natürlich mit einem Augenzwinkern. Krippen-Esel Noel leitet durch die Geschichte, der arabische König Melchior spricht unverkennbar österreichischen und König Kaspar ungarischen Akzent. 🙂

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Ein weiterer Hauptdarsteller, der Erzengel Gabriel, sowohl im Juden- und Christentum, als auch im Koran beschrieben, darf jiddisch sprechen und neigt zu Bruchlandungen. 😉
Muss man gesehen haben.

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© aller Abbildungen ‚Augsburger Puppenkiste‘

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Du glaubst ja wohl noch an den Weihnachtsmann!

Diesen Satz hat man garantiert schon mal gehört, wenn es z.B. darum ging den Glauben ans Gelingen einer Sache nicht zu verlieren. Meine Antwort dann meistens: „Ja, genau!“ 🙂 „Gibt’s ja wohl nicht!“, kommt dann oft als Reaktion.

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Natürlich gibt es ihn. Der Weihnachtsmann oder besser der Nikolaus tritt an den grauenhaftesten Plätzen der Menschheitsgeschichte in Erscheinung. Am Abend des 5. Dezember 1944, im KZ Bergen-Belsen in der Lüneburger Heide, hatte er zum Beispiel die Gestalt eines grün gekleideten Wachmannes.

Er ließ den jüdischen Kindern aus Holland wärmende Decken und zwei grosse Kartons Butterbrote, die mit Zucker bestreut waren, bringen. Unter Gefahr für sein eigenes Leben, denn die vierzig Kinder waren in einen Fahrzeugschuppen der SS gesperrt worden, direkt neben der Wachbaracke der SS. Der Plan der SS war offensichtlich, schon möglichst viele der Kinder, darunter auch Säuglinge, in diesem Schuppen verhungern und erfrieren zu lassen. Stunden zuvor hatte man sie von ihren Eltern getrennt, die nach Auschwitz deportiert wurden.

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Hetty Verolme berichtet in ihrem Buch ‚Wir Kinder von Bergen-Belsen‘ darüber. Als Hetty alle Kinder in Decken gewickelt und essen sah, dachte sie, dass sie ab jetzt immer an Sankt Nikolaus glauben würde.

Der Nikolaus ist das Symbol für eine gute Idee – Nächstenliebe. Genau deshalb gibt es ähnliche Figuren auch in anderen Kulturen. Zur Erinnerung daran, dass man selbst der Weihnachtsmann sein sollte. 😉

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Postkarte des Tages!

🙂

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Zwischenzeitlich eine …

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Comicaze im Musäum

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Wie die Zeit vergeht, unglaublich. Seit 1996 gibt es das Münchner Comicaze-Magazin schon. In diesen 20 Jahren erschienen 34 Ausgaben, kostenlos verteilt an über 150 Stellen, verstreut über ganz München und damit quasi schon eine Münchner Institution.

Das hätte sich Gründervater Rainer Schneider damals sicher nicht gedacht, dass sein „Kind“ doch noch so „erwachsen“ werden würde. Möglich wurde das im Laufe der Jahre durch das Engagement unzähliger ehrenamtlicher Helfer, mit der Unterstützung diverser Sponsoren wie z.B. dem Münchner Kulturreferat. Da kann man sich doch nur noch dankend verneigen.

Und jetzt werden so ziemlich alle Beteiligten wieder einmal gehängt, nämlich ins Valentin-Karlstadt-Musäum. Pünktlich am Faschingsanfang vom 11.11. bis zum 26. Januar 2017 gibt es dort Original-Zeichnungen aus Comicaze zu sehen. Unter anderem auch aus meiner Schublade. Gleichzeitig erscheint eine neue Ausgabe mit einem Best-Of plus neuem Material. Einfach rein schauen und mitlachen, denn ein Tag ohne Lachen ist ein verschwendeter Tag! 🙂

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Kolumne des Tages

Froh zu sein bedarf es wenig! 🙂

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Literatur aus Flandern?

Die Niederlande und Flandern sind diesmal Gastland auf der Frankfurter Buchmesse. Aber was für Literatur kommt eigentlich aus Flandern? Hab mich belehren lassen, weil nämlich angeblich gute. Hier der Tipp den ich gekriegt hab. Jetzt bin ich gespannt wie sich’s liest. Der Titel gefällt mir schon mal gut. 🙂

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Das Verfemte zieht die Masse

Diese Woche findet in Frankfurt/M. wieder die Buchmesse statt. Pirol (alias Loriot) fasste das im Oktober 1961 wie folgt zusammen. Seit dem hat sich diesbezüglich doch wenig geändert, oder? 😉

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Literaturnobelpreis für Bob Dylan?

Find ich gut. Auch wenn sich schon wieder einige Au-Toren drüber aufregen. Viele Texte von Bob Dylan haben ihre Aktualität bis heute nicht verloren. Was man von vielen anderen Dichtern wahrlich nicht sagen kann.

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Kastanien-Waschmittel

Was Mutter Natur alles auf Lager hat … also neulich las ich einen Artikel über Waschmittel aus Rosskastanien. Hatten wir vorher noch nie gehört und musste natürlich gleich ausprobiert werden.

Bei einem Spaziergang am Inn dann Kastanien gesammelt (zehn Stück genügen für eine Waschladung), mit einem spitzen Messer zerkleinert und über Nacht in ein Gurkenglas mit Wasser eingelegt. Damit sich die Seifenstoffe (Saponine) aus den Kastanien lösen.

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Am nächsten Tag abgeseiht, die verbliebene Seifen-Flüssigkeit in die Maschine gekippt und bei 40° gewaschen. Klappte alles gut. Schmutz- und Fettflecken gingen einwandfrei raus.
Die Wäsche riecht angenehm nach … gar nichts. Einfach wie frisch gewaschene Wäsche.

Auf die Dauer einziger Nachteil – für’s einlagern müsste man (geschätzt) zehn bis fünfzehn Kilo Rosskastanien zerkleinern und trocknen, damit man einen Jahresvorrat hat.

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Schwarzer Humor

Passend zur Jahreszeit etwas aus der letzten Kiste. 😉

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Trübsinniges Herbstwetter?

Muss nicht sein.
In Lummerland war die meiste Zeit schönes Wetter!
schrieb Michael Ende.
Und da kann man ja jederzeit hin fahren. 😉

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Happy Birthday Mr Bíró!

László József Bíró geboren am 29. September 1899 in Budapest, war der Erfinder des Kugelschreibers.

Sein Nachname Bíró hat übrigens nichts mit ‚Büro‘ zu tun, sondern heisst übersetzt ‚Richter‘. In Großbritannien, Australien und Italien ist Biro der allgemeine Begriff für Kugelschreiber, bei uns nur die simple Abkürzung Kuli.

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Vom Apfelwein zum Calvados

Kollege Nettlbeck muss ja alles ausprobieren. Diesmal soll’s ein selbst gemachter Calvados werden. Am Wochenende wurde ordentlich Apfelmost mit Reinhefe versetzt, und selbiger blubbert jetzt dem Weinstadium entgegen. Sobald dieses erreicht ist, wird er in die Brennerei verfrachtet und zweimal sorgsam destilliert.

Nach zehn Jahren in einem alten Eichenfass (zwecks der Aromen) wird’s dann hoffentlich der vollmundige CALVADOS CHATEAUNEUF 2016.

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Am Wochenende gab es schon mal als Vorgeschmack einen wohlschmeckenden Quitten-Brand aus dem Nettlbeckschen Labor. Selbiger wurde während ausgiebiger Boule-Spiele verzwitschert. Ich habe keine Ahnung vom Boule, aber das wäre jetzt wieder eine ganz andere Geschichte. 🙂

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Herbstanfang

In der Nachbarschaft werden Hagebutten gesammelt.
Schönes Farbenspiel, aber trotzdem ist der Herbst nicht meins.
Wie auch immer.
»Huift ja nix!«, sagt man hier bei uns im Bayerwald. 😉

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100 Jahre DADAismus

Wer hat’s erfunden? Die Schweizer! In Zürich! 1916! Fälschlicherweise immer als Kunstrichtung bezeichnet, aber eigentlich von den Ausdenkern als das Gegenteil bedacht – Nicht-Kunst.

Was ist Nicht-Kunst? Nein, nicht einfach nur die Abwesenheit von Kunst, sondern deren Ergänzung. Genau wie der Sinn den Unsinn braucht, um überhaupt als Sinn erkennbar zu werden.

Einfaches Beispiel – Hinterwand-Malerei. Es sieht zwar aus wie ein normales Stück Wand, aber dahinter spielt es sich ab!

Nicht das Vordergründige, Offensichtliche, sondern das Verborgene, Hintergründige.

Siehst du es nicht? Da, da, ist es doch! 😉

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Herbst PhoBi

Woran merkt man, dass bald der Herbst kommt?
Die Blätter verfärben sich und PhoBi erscheint.

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Diesmal mit Texten + Bildern + Cartoons, meist satirischer Natur, aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und Bayern zum Thema – AUSSICHTEN!
Es schaut gut aus. 🙂
Weil der PhoBi-Almanach 60 Seiten hat, und nur 5 Euro (zzgl. Versand) kostet.
Bestellungen an: PhoBi-Redaktion, Guldeinstrasse 48, 80339 München

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Modern Country Style

Neulich war wieder mal ein Arztbesuch fällig und da les ich mich einmal im Monat quer durch die ganzen bunten Lebensstil-Gazetten. Zur Zeit im Innenbereich schwer angesagt, der Modern Country Style.
Also alles auf altes Holz getrimmtes, mit heftigen Gebrauchsspuren und darf ruhig auch ein bisserl derb ausschauen. Der Esstisch ordentlich mit Leben versaut, also Wasserränder plus dekorative Fett-, Tee-, Kaffee-, Wein- oder sonstige Flecken. Alles ist erlaubt was früher igitt war.

Aber so „natürliches“ Design hat seinen Preis. In den Spezialläden latzt man für derlei Geschraube schon mal 30 Euro für einen Kerzenhalter aus ein paar lackierten Ästen. Ein grob geschnitztes Hängeregal, aus diversen Holzabfällen, hängt für 150 Euro von der Wand. Ein Tisch (100 x 200 cm) von einem Grobmotoriker genagelt, schlägt mit 1000 Euro zu Buche. Eigentlich ein Wahnsinn.

Als alter Pfadfinder mein ich – geht doch billiger selbst gebaut.
Wie hier von schwedischen Kollegen der Unikat-Geschirrtuchhalter.

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Zutaten – Taschenmesser, Äste, Schnur, Heisskleber und ein bisserl Klarlack.
Arbeitszeit – maximal eine Stunde.
Materialkosten – höchstens 3 Euro.

Allerdings hab ich die Tücher ja lieber mit Haken an der Wand.
Also schon wieder was gespart. 😉

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Ringelblumen-Fresser

Dieser Bursche ist ein Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis). Die Eier aus dem seine Raupen schlüpfen sind klein und schwarz, sehen eigentlich wie Erdkrümel auf den Blättern aus, und man beachtet sie zuerst nicht weiter. Ein Fehler!

Cydalima perspectalis

Normalerweise zerlegen die Raupen dann Buchsbäume, aber mangels Buchs hat er sich bei uns auf den Blättern einer Ringelblume eingenistet und selbige bis zu den Rippen skelettiert.
Da half nur noch Beschnitt. Jetzt ist wieder Ruhe im Blumenkasten, und wieder was gelernt. 🙂

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Anglizismen versus Deutsch

Neulich diskutiere ich mit einem Freund, dem die vielen Anglizismen im Deutschen auf den Geist gehen. Ich bin seiner Meinung, weil ohne Sinn und Verstand Wörter verwendet werden wie z.B. ‚Public Viewing‘.
‚Public Viewing‘ ist im Englischen die öffentliche Leichenschau eines oder mehrerer Verstorbener. Manches Fußballspiel kommt da zwar schon nahe dran, aber Unfug ist es trotzdem.

Andrerseits verändert sich Sprache ständig. Wörter verschwinden und werden durch andere ersetzt. Beispiel an einem Würstchen-Automaten aus den 30er Jahren – der Apparat verabfolgt. Ein deutsches Wort das heute nirgends mehr gesprochen oder geschrieben wird. That’s life! 😉

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Irgendwas wächst ja immer!

Sag ich mir ständig, weil meine gärtnerischen Versuche sind ja immer irgendwie von „Erfolg“ gekrönt – zumindest für Käfer, Schmetterline, Bienen, Hummeln, Wühlmäuse, Schnecken und sonstige tierische Gartenliebhaber. 😉
Nicht umsonst sagen die Wiener „Wühst mi pflanzn?!” wenn man ihnen eine eher halbseidene Geschichte auftischen will.

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Einer der sich nicht pflanzn lässt, sondern selbst pflanzt, ist Jörg Albrecht, Leiter des Resorts Wissenschaft bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. In eben jenem Blatt erscheint auch seine Kolumne ‚Alles im grünen Bereich‘, die jetzt gesammelt und ergänzt als sehr lesenwertes Buch erschienen ist. Von bissig satirisch bis exakt wissenschaftlich nimmt er die gärtnerischen Bemühungen von sich und uns auf’s Korn und keine Seite ist langweilig!

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Sperber oder Sperlingskauz?

Vor einiger Zeit hab ich beim wandern im bayerischen Wald diese Feder gefunden, wusste aber nicht von welchem Vogel. Befragte Freunde schwankten zwischen Sperlingskauz und Sperber.

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Seit gestern ist es offiziell die Feder eines jungen Sperbers.
Von einem Vogelkundler bestätigt.
Anscheinend gibt es wieder vermehrt Greifvögel im bayerischen Wald.
Nur der Sperlingskauz schwächelt.
Weil Nistkästen nimmt er nicht gerne an.

Kann ich verstehen. Diese Nistkasten-Gebilde sehen ja oft nicht sehr naturnah aus. Es kommt eben nicht nur auf die Grösse des Einfluglochs an, sondern auch auf das drumherum. Ein bisschen Verkleidung mit Baumrinde usw. kann so einem Niskasten keinesfalls schaden. 😉

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Karl Nickel und seine Kollegen

Kam mir neulich in den Sinn, als ich wieder mal einen aktuellen Umwelt-Report gelesen hab …

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Zwischendurch …

… was Nettes aus dem SOS-Kinderdorf-Kalender 2016.
Jeweils ein Blatt ist für vierzehn Tage mit einer Kinderzeichnung gestaltet, plus einer Info zum Bild.

Hier von der achtjährigen Margarita aus dem Kinderdorf in Trjavna / Bulgarien. Sie ist davon überzeugt: »Wenn zwei Verliebte sich zum ersten mal küssen, fallen sie gleich um und stehen mindestens zwei Stunden nicht mehr auf.« 🙂

SOS-Kinderdorf-Kalenderblatt-2016

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Wie jedes Jahr …

… hier die grosse Sommerpause! Einen schönen Sommer und bis bald! 🙂

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Ungarn scheidet im Achtelfinale gegen Belgien aus!

Null zu Vier! Die Belgier haben den Ungarn nach allen Regeln der Kunst die Löffel langgezogen. So kann’s gehen beim Fussball – aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel! 😉

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Eu-jeu! Zoff im Sandkasten!

Der kleine Engländer hat heute beschlossen dass er nicht mehr mit den Anderen im grossen Sandkasten spielen mag. Aber …

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… seine vermeintlichen Freunde, der kleine Schotte und der kleine Nord-Ire wollen das überhaupt nicht, sondern lieber weiter in der grossen Sandkiste mitspielen dürfen.

Es ist zu befürchten, dass das noch eine üble Klopperei zwischen den Dreien geben wird. 😉

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Heute: Sommeranfang

Im Süden stellenweise noch ein sehr feuchtes Vergnügen.
Wie auf diesem zeitlosen Postkarten-Motiv von 1956.

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Pixars PIPER

Die Vorfilme die PIXAR zu seinen Hauptfilmen produziert, sind quasi die Spielwiese bzw. das Testfeld für die Animatoren und Story-Schreiber.
Bei der neuen Produktion PIPER, dem kleinen Strandläufer, hat man fast schon den Eindruck einen Realfilm zu sehen.

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Zur aktuellen Wetterlage

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Österreich gegen Ungarn

Dienstag 14. Juni ’16 ab 18 Uhr ist’s so weit.
Aus dem österreichischen Trainingslager war zu vernehmen dass ‚Wiener Schnitzel‘ von der Speisekarte gestrichen wurde. Zu fett! Ob’s bei den Ungarn die Salami auch entfernt haben, war nicht heraus zu finden.

Bin gespannt wie das Spiel ausgeht. Möge der Bessere gewinnen. 🙂

flaggen

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Was wächst da?

Ich experimentiere grade mit Erde. Also zum Beispiel Erde einfach vom Komposthaufen geholt und alles so rauswachsen lassen wie es Mutter Natur vorgegeben hat. Ohne irgendwelche Eingriffe. Ausser dass der allgegenwärtige Löwenzahn entfernt wurde.

Aber jetzt wachsen da Sachen raus die ich nicht kenne. Wie dieses voluminöse Pflanzerl mit seinen haarig-rauhen Blättern und dem rötlichen Stängelansatz (Bild 01A und 01B). Kennt die einer von euch?

Auf Bild 02 der restliche Wildwucher. Zum vergrössern einfach Bild anklicken.

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Rosenmond

Die Rosenblüte erreicht im Juni ihren Höhepunkt, deshalb wurde der Juni früher auch Rosenmond genannt.

Rosenschale-Pastell

»Duftende Rosen brauchen „duftende“ Rossbollen!«, sagte mein Vater. Er schwor auf Pferdemist als Dünger und brachte damit so manchen angeblich schon abgestorbenen Rosenstrauch wieder zum Leben.

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Montags-Merkzettel

Montags_Merkzettel

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Unrealistische Kinderbuch-Illustrationen

Besonders bei US-amerikanischen Kinderbüchern fällt es mir immer wieder auf wie wenig die Illustrationen mit der Realität zu tun haben. Zum Beispiel dieses Bild hier …

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Sieht natürlich herzig aus und ist lieb gemeint, aber völlig an der Natur vorbei.
Resultat so einer Aktion wäre ein schwer verletztes Kind.

Aus welchem Buch und von wem die Illu stammt, schreibe ich hier nicht. Ich will niemanden an den Pranger stellen, sondern nur die Tendenz zeigen.
Wenn man Kindern Natur vermitteln will, sollte man sie selbst erlebt haben oder wenigstens sorgfältig recherchieren.

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Bildkomposition

Als Grafiker macht man sich ja ständig Gedanken über die richtige Bildkompostion bei Illustrationen und dergleichen. Dagegen Mutter Natur lässt einfach alles durcheinander wachsen und es passt perfekt.
Lehre daraus – alles gut durchwachsen anlegen. 🙂

Blumenkomposition

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14. Mai

Was haben Che Guevara und Mark Zuckerberg gemeinsam? Genau – den heutigen Geburtstag. Mit ihren Ideen werden wir uns wohl noch eine Weile herumschlagen. 😉

CHE-GUEVARA+ZUCKERBERG

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Pädagogisch wertvoll

Es dauert immer eine Weile bis man als pädagogisch wertvoll für den Bestand spezieller Bibliotheken erachtet wird. Mein Bilderbuch ‚Glöbeli auf dem Bauernhof‘ hat es jetzt ins ‚Schweizer Institut für Kinder- und Jugendmedien‘ in Zürich, sowie ins ‚Pädagogische Zentrum‘ in Basel geschafft.

Screenshot-Bibliothekenbestand

Warum beide Einrichtungen nur die Bauernhof-Geschichte von Glöbeli aufgenommen haben und nicht auch noch die restlichen drei Bände aus meiner Feder, ist mir allerdings ein Rätsel. Bei Glöbeli am Strand, in der Wiese und auf dem Spielplatz haben das Lektorat und ich doch die gleiche pädagogische Sorgfalt walten lassen.
Mann weiss so wenig. 🙂

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