Archiv der Kategorie: Erinnerungen

Sommerzeit und Durst!

In meiner Kindheit in den 60ern gab es auf vielen unserer Spielplätze noch Trinkbrunnen. Auf Tastendruck zischte kostenlos frisches Wasser in unsere durstigen Kehlen.

Und wenn das Taschengeld zu locker sass (was selten vorkam), gönnten wir uns zusätzlich Florida-Boy. Das Getränk ging sogar bei Müttern durch, im Gegensatz zur Cola.

Wir stopften uns die Flaschenhälse immer voll in den Mund, was das trinken erschwerte. Bis wir auf die Idee kamen oben ein Luftloch an der Flaschenöffnung zu lassen, dauerte es eine Weile. Börps! 🙂

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Brüssel 22.03.2016

Aus Brüssel kamen die lustigen + positiven Bildergeschichten meiner Kindheit.
Gezeichnet von Franquin, Greg, Peyo und vielen anderen.

Keine heile Welt – aber vielleicht eine doch noch heilbare?

Bruessel-22-3-2016

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No, I won’t be afraid

Kein Lied hat mich mehr beeinflusst.
Vor vielen Jahren habe ich eine Geschichte dazu geschrieben + gezeichnet.
Ben E. King ist am Donnerstag den 30. April im Alter von 76 Jahren verstorben.
Rest In Peace.

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Freunde für immer

Der Juni 1932 war für Eric Carle ein ganz besonderer – seine Familie musste umziehen und seine Kinderfreundin Florence blieb zurück. Carle hat Flo aber nie vergessen, das Foto mit ihr über 80 Jahre aufgehoben. Sein neuestes Bilderbuch ‚Freunde‘ (Gerstenberg-Verlag 2014) entstand daraus. In der Geschichte ist es allerdings die Freundin die wegziehen muss.

freunde-fuer-immer

Ein wunderbares Buch über Freundschaft und Carles Story geht noch weiter.
Die „kleine“ Florence ist heute 85 Jahre alt, hat ein ähnliches Foto aufgehoben, und ihre Enkelin erkannte nach der Buchveröffentlichung den Zusammenhang. Kontakt wurde geknüpft.
Was Eric Carle dann noch zusätzlich verblüffte war der Nachname der italienischstämmigen Florence. Sie heisst heute ‚Trovato‘ – zu Deutsch ‚Gefunden!‘.
Die schönsten Geschichten schreibt immer noch das richtige Leben.

Da kommt man ins grübeln. Was wohl aus meiner Sandkasten-Freundin Sabine geworden ist? Sie war ca. zwei Jahre älter, ging schon in die Schule, hatte keine Geschwister und ich war so was wie ihr kleiner Bruder. Leider gibt es kein Foto von ihr. Aber unsere gemeinsamen Abenteuer habe ich bis heute nicht vergessen. Vor allem als sie mich mal gegen einen anderen Buben verteidigt hat, der mich verprügeln wollte. Danke Sabine – wo immer du auch heute sein magst. 🙂

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Alte Münchner Tram-Fahrkarten

Was einen als Kind geprägt hat, wird einem oft erst wieder bewusst, wenn man Fundstücke aus dem früheren Alltag vor sich hat.

Hier zum Beispiel aus der Sammlung eines Freundes einige alte Tram-Billetts.
Die Dinger haben wir Kinder Anfang der 60er Jahre gesammelt und damit Schaffner gespielt.

Mit –.25 Pfennigen pro Fahrt nicht billig, denn eine Breze kostete damals –.10 Pfennige. Das Preisverhältnis von Breze zu Tramfahrt dürfte heute noch ähnlich sein.

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Auf der Rückseite dann die Cartoons. Unter anderem vom Zeichner Manfred Schmidt dessen ‚Nick Knatterton‘ eine Vorliebe für die Frauen in den Städtischen Bädern hatte.

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Warum ‚Knatterton‘ ein Bikini-Oberteil sucht? Die Erwachsenenwelt war uns Kindern doch zuweilen etwas mysteriös. Aber so nach und nach lernte mann für’s Leben. 🙂

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20.9.2014 Weltkindertag

Seit ich für Kinder Geschichten zeichne und schreibe, nehme ich die Ideen aus meinen eigenen Kindheitserinnerungen. Nein, es war keine heile Welt.
In der Flimmerkiste lief zwar das ‚Zauberkarusell‘ …

Zauberkarusell

… aber auf die Felder kam DDT von Shell. Meine Mutter erklärte mir, dass das Gift ist, was da versprüht wird. Und wir müssten das Obst immer sehr, sehr gut abwaschen, am besten immer schälen. Absolut nichts von den Feldern essen, neben denen wir spielten. Aber wie schält man Erdbeeren, Mama?

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Zeichner-Kollege Ali Mitgutsch hat mal (sinngemäss zitiert) in einem Interview etwas sehr Richtiges gesagt – er will in seinen Geschichten den Kindern keine heile Welt vermitteln, aber eine heilbare Welt!
Dem kann ich nur zustimmen.

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40 Jahre Ü-Ei – da war ich mal dabei

Seit 1974 also 40 Jahre gibt es die Überraschungseier jetzt schon und 1996 hatte ich den so ziemlich lustigsten Job meiner Laufbahn auf dem Tisch liegen – ich musste mir Familien-Chroniken für die DINO- und HAPPY-HIPPO-Figuren ausdenken.

Gesamt habe ich drei Geschichten für die Ferrero-Ü-Eier geschrieben – 1996 „Der Schatz der Dapsy Dinos“, 1997 „Happy Hippos im Hollywood-Fieber“, 1998 „Die Happy Hippo Hochzeit“ – die dann als Mini-Bücher den Ü-Eiern beilagen.

Ueberraschungseier-Mini-Buecher-Dinos-Hippos

Am meisten Spass hat mir damals das Schreiben der ersten Familien-Geschichte mit den DAPSY DINOS gemacht. Bei allen drei Stories hatte ich im Prinzip völlig freie Hand und konnte munter drauf los fabulieren. Die Figuren waren zwar vorgegeben, aber ich wollte ihnen eine völlig neue Vita geben, die nicht den üblichen Klischees entsprachen.
So wurde aus der betulich strickenden Oma ‚Wilma Wollig‘ meine Action-Heldin bei den Dinos.

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Auch ‚Marylinchen‘ alias ‚Susi Sonnenschein‘ von den Hollywood-Hippos bekam von mir eine besondere Rolle verpasst. Sie rettet in der Story den männlichen Helden vor einem Löwen. 🙂
Den genauen Produktionsablauf und die technischen Schwierigkeiten dabei habe ich 2010 für das Sammlerherz-Magazin in einem Artikel zusammen gefasst.
Wenn’s interessiert – zum vergrösserten lesen einfach die Seiten anklicken.

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So war ich damals dabei, in jedem 7. Ei! 🙂

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Es regnet!

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In meiner Kindheit gab es die Petzi-Geschichten regelmässig als so genannte Bildserien in Zeitungen und Zeitschriften.
Diese Folge war 1962 im ‚Münchner Merkur‘ abgedruckt.
Wunderbar zeitloser + hintersinniger Humor.

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Abendhimmel

Da schaust nur noch verträumt nach oben und freust dich des Lebens.
So einfach kann’s manchmal sein.

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Zum vergrösserten träumen Bild anklicken! 🙂

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100 Jahre 1. Weltkrieg

Zur Erinnerung an Joszef Somogyi, meinen ungarischen Grossonkel, den älteren Bruder meiner Grossmutter.
1916 ist er als K.u.K.-Soldat für Österreich-Ungarn auf irgend einem der Abschlachtfelder erschossen worden.

Meine Oma erzählte immer nur Positives über ihn. Ihr liebstes Erinnerungsstück an Joska war seine letzte Feldpostkarte. Seit dem Tod meines Vaters ist diese besondere Karte bei mir.

Die ungarischen Truppenteile bekamen 1916 von den Österreichern kein Schreibpapier mehr zugeteilt. Aber wenn ein Ungar seinen Lieben zu Hause etwas mitteilen will, dann findet er immer einen Weg. »Scheiss auf’s österreichische Kaiserreich!« wird sich Joska wahrscheinlich gedacht haben und schnitzte sich aus dünner Birkenrinde selbst eine Karte. Sie hat bis heute gehalten ohne zu zerbrechen.

Tabori-Lap

Die Empfängerin war meine Oma. Besonders nett, hinter ihrem Namen steht ‚kisaszonynak‘ wörtlich übersetzt ‚für die kleine Frau‘. Meine Oma war da noch ein junges Mädchen und das hat ihr sicher sehr gefallen.

In Situationen in denen etwas nicht zu gehen scheint, etwas nicht auf Anhieb klappt, denke ich an die Karte. Es findet sich immer irgendwo ein Stück Birkenrinde, es gibt immer eine Lösung.

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