100 Jahre DADAismus

Wer hat’s erfunden? Die Schweizer! In Zürich! 1916! Fälschlicherweise immer als Kunstrichtung bezeichnet, aber eigentlich von den Ausdenkern als das Gegenteil bedacht – Nicht-Kunst.

Was ist Nicht-Kunst? Nein, nicht einfach nur die Abwesenheit von Kunst, sondern deren Ergänzung. Genau wie der Sinn den Unsinn braucht, um überhaupt als Sinn erkennbar zu werden.

Einfaches Beispiel – Hinterwand-Malerei. Es sieht zwar aus wie ein normales Stück Wand, aber dahinter spielt es sich ab!

Nicht das Vordergründige, Offensichtliche, sondern das Verborgene, Hintergründige.

Siehst du es nicht? Da, da, ist es doch! 😉

da-da-ist-es-doch

Advertisements

8 Kommentare

Eingeordnet unter Un- und Sinniges

8 Antworten zu “100 Jahre DADAismus

  1. Prima! Aber so etwas gab es auch schon bei den alten Meistern. Die malten nämlich auch auf die Rückseite eines Bildes; und weil sie zu faul waren, einen neuen Rahmen zu bespannen oder Bretter zu einer neuen Bildtafel zusammenzuleimen, übermalten sie auch die Bilder, die auf der Vorderseite schon drauf waren. Das war dann Vorder-Hinterwandmalerei.

    Und damals war Kunst auch nicht wirklich Kunst, sondern nur ein besonders gut bezahltes Handwerk, wenn man es drauf hatte und gute Zuarbeiter hatte.

    Im Sinne von Karl Valentin wäre dann DADA Kunst, die von Konix kommt. Also: Kunst kommt von Können. – DADA kommt von Konix. Er müsste es gewusst haben, war er doch selbst dada.

    • Danke! Aber 100%ige Hinterwandmalerei ist es nur dann, wenn auf die Vorderseite keine Art von konkreter Kunst mehr aufgebracht wird. Bei der echten Hinterwandmalerei ist die Nicht-Kunst auf der Vorderseite entscheidend! Deshalb waren die alten Meister alle keine Wegbereiter der Hinterwandmalerei. 😉
      Konkretes Beispiel für die dadaistische Denkweise eines Hinterwandmalers wäre z.B. die Bezeichnung ‚herrenloses Damenfahrrad‘ für ein frei stehendes Damenfahrrad. Der echte Hinterwandmaler erkennt alle Zusammenhänge, kümmert sich aber nicht darum! 😉

      Fröhliche Grüsse,
      G.

      • Aha, nun mein ich, ich kapier’s. Las ich vorher Hinter-Wandmalerei, so lese ich jetzt: Hinterwand-Malerei …
        Servus M.M.

        • Ja genau, es ist nicht einfach. Ich stocke auch noch viel zu oft in der Betrachtung, weil man doch immer wieder nur auf’s Vordergründige fokusiert ist. 😉

          Liebe Grüsse,
          G.

  2. untergründig hätte ich etwas anzubieten:
    erdwespen!
    moin gabriel,
    der morgenkaffee hat mein bewusstsein nicht genug erweitert, denn ähnliches hab ich gestern auch *fabriziert*, restliche farbe in orange und leinwand um für meinen modeschmuck den passenden rahmen zu haben.
    die erklärung vom sinn und unsinn leuchtet mir ein…
    fröhliche grüsse!
    kelly

    • Da könnten wir jetzt philosophisch werden, weil jeder fragt sich doch nach dem Sinn des Lebens. Da gibt’s Millionen Bücher drüber. Die Frage nach dem Unsinn des Lebens stellen sich nur ganz wenige.
      Wir müssen das mal bei Backfisch und Jever diskutieren! Morgenkaffee ist dafür völlig ungeeignet. 😉

      Lachende Grüsse,
      G.

  3. Die Schwalbe

    Also, wenn ich über Sinn + Unsinn des Lebens sinniere, da ergibt sich bei mir, dass quasi der Unsinn im Sinn mit verpackt ist.
    Ein Beispiel dazu von Diogones:
    Einer hieß den Diogones unsinnig, diesem sagte er:
    Ich bin nicht ohne Sinn, aber ich habe den Sinn nicht,
    den ihr habt.
    -Diogones von Sinope (400-323 v.Chr.)
    altgriechischer Philosoph und Satiriker-

    Liebe Grüße von der Schwalbe 🙂

    • Na ja, ich weiss ja nicht wie es im Alt-Griechenland war, aber im Neu-Deutsch wird’s ja sehr oft gedreht und dann negativ besetzt. Zum Beispiel ‚sinnlich‘ versus ‚unsinnlich‘.
      Alles nicht so einfach im Neu-Deutsch bzw. generell.

      Liebe Grüsse,
      G.