Zwirnspulen, Knöpfe und Bratwurst!

Lauter Kindheitserinnerungen. Meine Eltern waren Schneider und ich bekam natürlich alle Holzspulen zum spielen. Mit einer guten Schnur konnte man da allerlei mobiles draus basteln. Ausserdem waren die Dinger prima Tauschmaterial auf dem Spielplatz.

Ende September trudelten die Herbst-Winter Schnittmuster-Hefte ein. Die meisten noch richtig illustriert. Ich war immer schon neugierig was es neues gab. Wenn mir was besonders gut gefiel, wurde es mir massgeschneidert. Dass das etwas besonderes war, wurde mir erst später klar.

Erinnerungen_

Zum Stoff-Einkauf ging es regelmässig zu Schöning. Da durfte ich mir jedesmal einen besonders schönen Knopf für meine Sammlung aussuchen. Ich war Fan von Perlmutt oder geprägtem Metall. Eine Zeit lang wollte ich nur Knöpfe mit Ankern oder Wappen drauf.

Hinterher gab es immer eine Brat- oder Bockwurst. Manchmal hatte die Braterei kein Brot mehr dazu, weil zu viel Andrang. Aber wie geht der bekannte Spruch – In der allergrössten Not, schmeckt dem Kind die Wurst auch ohne Brot!

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6 Antworten zu Zwirnspulen, Knöpfe und Bratwurst!

  1. Matthias Mala schreibt:

    … und die leeren Garnrollen brachten wir mit ner Gummizwille und nem Stöckerl zum laufen.
    Servus M. M.

    • Gabriel schreibt:

      Genau! Aus den Spulen konnte man sehr viele Sachen bauen. Besser als Lego-Steine!

      Herzlichst,
      G.

  2. kelly schreibt:

    der spruch kommt aus münchen? 🙂
    moin gabriel,
    knöpfe hab ich gern sortiert, die schneiderin kam ins haus und aus alten sachen wurden neue gezaubert. mein bruder und ich bekamen eine kombi aus fahnentuch, wieso war der stoff blau?
    perlmuttknöpfe haben mich auch fasziniert.
    hab einen feinen sonntag!

    mein beitrag mit den herbstfotos hätte eine andere überschrift verdient, inzwischen korrigiert…

    • Gabriel schreibt:

      Nein, der Spruch kommt nicht aus München, sondern aus Volksmund! 🙂

      Und blauer Stoff war vermutlich aus Marine-Beständen.

      LG!

  3. werner schreibt:

    An die alten Holzspulen und Schnittmuster-Hefte kann ich mich noch erinnern 🙂
    Großmutter hatte noch eine alte Singer Maschine mit Fußbetrieb 😉
    Brat- oder Bockwurst gab`s allerdings bei uns nicht sondern Bratäpfel 😉
    Gruß
    Werner

    • Gabriel schreibt:

      Es geht doch nix über eine heisse Bratwurst am Stand!
      Das müsstest du doch als Wiener wissen. Ihr habt’s doch praktisch an jeder Ecke einen Würstelstand.

      Herzlichst,
      G.

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