Die Wunderscheiben

In jeder Familie gibt es eigene Feiertagstraditionen. In meiner Kindheit waren es die Wunderscheiben die man mit einem View-Master betrachten konnte. Das Teil aus braunem Bakelit hatte meine Mutter aus den USA mitgebracht und immer um die Weihnachtszeit durfte ich durchlinsen.

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Diese View-Master-Geräte gab es Anfang der 60er Jahre in Deutschland noch nicht. Durch den 3D-Effekt von zwei sich überlagernden Bildern war man beim betrachten mitten im Geschehen. Die Szenen wurden mit Liebe zum Detail von diversen Künstlerinnen und Künstlern nach den Disney-Trickfilmen modelliert. Hier Florence Thomas bei einer Szene aus Merlin.

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Meine Lieblingsserie Peter Pan gestaltete Joe Liptak. Man schwebte förmlich selber mit Peter und Wendy über das nächtlich erleuchtete London zur Insel Neverland.

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Dieses Bild stammt aus einer zweiten Peter Pan – Serie die es später dann auch in Deutschland zu kaufen gab. Die ersten Viewmaster tauchten ca. Ende der 60er-Jahre im Spielwarenhandel auf (wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt).

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Der absolute Hit für mich war immer Pinocchio. Die Scheiben hob ich mir immer bis zum Schluss auf.
Gepettos Werkstatt hatte es mir besonders angetan.

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Hier einige der Entwürfe zu Disneys Pinocchio-Film, nach denen dann auch die Kulissen für die Viewmaster-Kulissen gebaut wurden.

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Frohe Feste und guten Rutsch!
🙂

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Die Wunderscheiben

  1. Lieber Gabriel!
    Da werden schöne Erinnerungen wach. Da gab es so Plastikfotoapparate, wo wir durch den Sucher auf die Bilder sahen und wo dann mit einem Klick auf die nächste Märchenszene gewechselt wurde.
    Eine schöne Zeit wünsche ich Dir, ein fröhliches Weihnachtsfest und ein gutes und erfüllendes neues Jahr
    Lemmie