Fünf Hunde im Gepäck

Heute beginnt in Frankfurt/Main die Buchmesse. Guter Zeitpunkt um hier wieder einmal einen Buchtipp abzugeben – ‚5 Hunde im Gepäck‘ von Eva Ibbotson. Über die englische Originalausgabe ‚A Dog And His Boy‘ hatte ich ja schon hier berichtet.

Zur Geschichte – Der 10jährige Henry (im Original heisst er Hal) ist eigentlich ein einsamer Junge. Obwohl ihm die schwerreichen Eltern jeden materiellen Wunsch erfüllen, mangelt es an menschlicher Zuwendung und Liebe. Der kleine Henry wünscht sich also nichts sehnlicher als einen Hund.

Aber Hunde machen Schmutz und nichts ist für Henrys Mutter unerträglicher als Hundehaare auf ihrem Teppich. Henry lässt allerdings nicht locker. Die Eltern beschließen ihn auszutricksen, denn eines Tages darf er sich tatsächlich einen Hund aussuchen. Fleck, die Promenadenmischung und Henry sind ab diesem Tag ein Herz und eine Seele.

Was Henry nicht weiss, Fleck ist nur für ein Wochenende bei einer Firma namens Rent-A-Pet gemietet. Während Henry am Montag zum Zahnarzt geschickt wird, bringt seine Mutter den kleinen Fleck wieder zurück zum Hundeverleih.

Henry ist zuerst am Boden zerstört, doch dann erwacht sein Widerspruchsgeist. Was seine Eltern mit ihm machen, will er sich nicht mehr länger gefallen lassen. Henry will Fleck aus dem Zwinger im Verleih befreien und mit ihm zu seinen Großeltern fliehen. Oma und Opa leben in bescheidenen Verhältnissen am Meer und lieben ihren Enkel von ganzem Herzen. Ausserdem haben sie ebenfalls einen Hund.

Mit Hilfe des Mädchens Pippa gelingt die Befreiung von Fleck. Nur hat Henry ab diesem Zeitpunkt nicht nur Fleck im Schlepptau, sondern auch noch vier weitere Hunde. Otto – den Bernhardiner, Honey – die Collie-Hündin, Francine – ein Pudel sowie Li-Chee einen Pekinesen.

Alle vier Hunde wurden im städtischen Umfeld zu quasi Schosshündchen degradiert und leiden unter ihrem Dasein, denn vorher hatten sie alle einen, ihren Genen entsprechenden Beruf gehabt.
Otto war in den Schweizer Bergen im Rettungseinsatz gewesen, Honey hatte eine Schafherde gehütet, Francine war in einem Zirkus aufgetreten und Li-Chee hatte eine Aufgabe als Wachhund in einem Kloster.

Mit dieser Truppe machen sich Henry und Pippa auf die Flucht zu den Großeltern. Verfolgt werden sie dabei von einem Detektiv, den die Eltern beauftragt haben, weil sie davon ausgehen, dass Henry entführt wurde um Lösegeld zu erpressen. Dass Henry wegen ihrem Verhalten abgehauen sein könnte, kommt ihnen nicht in den Sinn. Die Jagd geht quer durch England und endet mit einem Happy End für (fast) alle.

Was eigentlich alle Romane von Eva Ibbotson auszeichnet, ist ihr unkitschiger Schreibstil. Wie in diesem Fall, in dem die Tiere nicht vermenschlicht dargestellt werden, sondern so wie Hunde eben sind.
Ein Lesevergnügen, nicht nur für Hunde-Liebhaber. Würde mich nicht wundern, wenn der Band eines Tages verfilmt wird.

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6 Antworten zu Fünf Hunde im Gepäck

  1. kelly schreibt:

    die bücher von ihr hab ich schon verkauft ;).
    das titelblatt ist mir unbekannt, wäre mir damals auch nicht aufgefallen, denn der henry hat ähnlichkeit mit meinem enkel (den gab es noch nicht).
    kommt auf meine liste.
    hab eine gute zeit!
    lg kelly

  2. Lemmie schreibt:

    Lieber Gabriel!
    Solche Geschichten lese ich zu gerne.
    Heute war ich mit der Klasse meines Enkels wieder als Begleitperson in der Bücherei. Am liebsten würde ich dort sitzen bleiben und die Jugendbücher verschlingen.
    Lieben Gruß
    Lemmie

    • Gabriel schreibt:

      Liebe Lemmie –
      Begleitperson in der Bücherei? Warum denn das? Wir durften als Kinder noch alleine in die Bücherei.
      Herzliche Grüße,
      G.

  3. Wienermaedel schreibt:

    Danke für den Buchtipp, Weihnachten naht :-)) und es gibt Hundeliebhaber in der Familie.
    Liebe Grüsse

    • Gabriel schreibt:

      Jessas, genau!
      Weinachteln am Christkindlmarkt naht!
      Und Lebkuchen!
      Die Feste muss man essen wie sie kommen. 🙂
      Herzliche Grüße,
      G.

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