Papa Dumpfbacke

Komm ich also heute wieder einmal in meine Stammbuchhandlung, und da seh ich einen kleinen Jungen wie er sich ein Buch aussucht und zu seinem Vater bringt.
„Du Papa, das Buch hätt ich gern.“
Wie aus der Pistole geschossen kommt von Vattern: „Ey, hast schon genug Buch zu Haus. Such dir DVD aus!“

Ohne Quatsch. Wirklich so passiert.
Ich war drauf und dran ihm zu sagen: „Ey, hast schon genug Film zu Haus. Lern lesen!“
Aber dann ist man doch zu feige, solchen Dumpfbacken die Meinung zu sagen und Krawall zu veranstalten.

Interessant war, was der Kleine sich ausgesucht hatte. Einen Astrid-Lindgren-Sammelband mit Auszügen aus ihren bekanntesten Geschichten.

Ein exzellentes Titelbild für Kinder.

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7 Kommentare

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7 Antworten zu “Papa Dumpfbacke

  1. Dieser Vater weiß nicht, was für ein Goldstück sein Kind ist. Traurig.
    Hoffentlich wird dieser Bub trotzdem einen guten Weg gehen.
    Lieben Gruß
    Lemmie

    • Ja, das kann man dem Kleinen wirklich nur ganz fest wünschen. Hoffentlich findet er ein Umfeld, dass ihn unterstützt und nicht behindert wie sein Vater bzw. vermutlich seine ganze Familie.

      Liebe Grüsse!
      G.

  2. Ein Wunder, dass ein Kind bei solche einem Vater Leselust zeigt! Schade um die gute Anlage, der arme Bub wird auf diese Weise den Michel nie kennen lernen.
    LG

    • Also ich vermute der Kleine hat ein anderweitig positives Umfeld, dass ihn zum Lesen bringt. Auch wenn er es dann vielleicht heimlich tun muss.
      War bei uns ja auch nicht anders. Wenn die Eltern etwas nicht gut fanden, wir es aber trotzdem wollten, haben wir es uns doch verschafft, oder? Jedenfalls bei mir war’s so. 😉

      LG

  3. Man kann sich leider seine Eltern nicht aussuchen.
    In heutigen Zeiten ist es ja eher umgekehrt.
    Man kann dem Kleinen nur wünschen, dass er trotzdem weiter liest.
    Solche Lialos sterben leider auch nicht aus.
    LG Sigi

    • Stimmt – die Eltern kann man sich nicht aussuchen. Ich vermute es handelte sich da um den Stiefvater, also dem evtl. den neuen Freund der Mutter, weil der Kleine praktisch keine Ähnlichkeit mit seinem „Vater“ hatte. Patchwork-Familie, wie es Neudeutsch heisst.

      LG!