Ferkulöse Jugendsünden

Heute in der Zeitung mit den extrem grossen Buchstaben ein Bericht über Otto Waalkes. In jungen Jahren hat er ein bisschen Schweinkram gezeichnet und in zwei Büchlein veröffentlicht.
Selbige hat ein Rentner jetzt auf seinem Speicher entdeckt und will sie natürlich sofort verhökern. Ein paar tausend Euro meint er damit erzielen zu können.
Also falls ihr am Speicher auch noch Druckwerke dieser Art rumliegen habt, genau anschauen. Die Ferkeleien könnten ja was wert sein.

Tja, so ist das mit den „Jugendsünden“ von uns Stricheziehern. Als uns die Hormone umtrieben, haben wir so manches publiziert, was heute gegen uns verwendet werden könnte. Vorausgesetzt man steht nicht zu dem was man damals gemacht hat. Ich stehe dazu, würde sie allerdings alle neu und damit besser zeichnen wollen. Weil man ja im Laufe der Jahrzehnte dazu gelernt hat.
🙂

Meine „Sünden“ gibt’s ja immer wieder antiquarisch zu kaufen. Die beiden Comic-Alben ‚Liebesgeflüster‘ von 1993 und ‚Seitensprünge‘ von 1994 mit Beziehungsgeschichten aus dem (fast) richtigen Leben …

… sowie den Cartoon-Band ‚Die letzte Orgie‘ der zusammen mit Jan Gulbransson als Co-Zeichner und Hanns-Christian Müller als Texter entstand. Wem der Name Hanns-Christian Müller nichts sagt, das ist der Co-Autor von Gerhard Polt. Zusammen mit Polt hat er z. B. die Kult-Filme ‚Kehraus‘ oder ‚Man spricht Deutsh‘ gemacht.
‚Die letzte Orgie‘ enthält übrigens weniger hormonelles als das Titelbild vermuten lässt. Es ist eher ein kurzer Abriss der Weltgeschichte unter dem bekannten Qualtinger-Motto ‚Da Mensch is a Sau!‘.

Tja, lang ist’s her, aber lustig finde ich die Sachen heute noch. Weil ohne Ferkeleien würde es uns ja alle nicht geben, gell.

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3 Antworten zu Ferkulöse Jugendsünden

  1. Lemmie schreibt:

    Solche Ferkeleien habe ich in jungen Jahren auch sehr gerne angeschaut bzw. gelesen.
    Lieben Gruß
    Lemmie

    • Gabriel schreibt:

      „Es sind ja alles nur Linien auf dem Papier.“, sagte einst der Zeichner Robert Crumb zu seinen Ferkeleien.

      Liebe Grüße retour!
      G.

  2. Lemmie schreibt:

    Ja, das ist zwar richtig, aber man darf die Fantasie nicht vergessen 🙂

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